Forschung und Entwicklung
Forschung und Entwicklung sind Voraussetzung für eine kontinuierliche Verbesserung von Arzneimitteln und Therapiemöglichkeiten.
Für Hevert bedeutet Forschung & Entwicklung neben der Suche nach neuen Therapieansätzen auch die Optimierung bestehender Rezepturen im Bereich der Herstellung oder die Entwicklung neuer Methoden in der Analytik zur
Sicherung der Arzneimittelqualität.
Die finanzielle Beteiligung bei der Gründung des Europäischen Institutes für Homöopathie (InHom) sowie an der Homöopathie-Stiftung des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte ist für Hevert genauso selbstverständlich wie etwa die langjährige Unterstützung der Hufelandgesellschaft oder die Mitgliedschaft an der
Kooperation Phytopharmaka.
Darüber hinaus unterstützt Hevert ausgewählte Projekte im Rahmen von Forschungskooperationen. So arbeiten wir zur Zeit mit der Hautklinik der Johannes-Gutenberg Universität in Mainz an einer Studie zur Urtikaria-Therapie:
Vitamin B6-Spiegel bei Patienten mit chronischer Urtikaria
Die chronische Nesselsucht (chronische Urtikaria) ist eine der häufigsten Hautkrankheiten: Knapp 800.000 Menschen sollen bundesweit erkrankt sein, die Dunkelziffer liegt vermutlich weit höher. Typisch für Nesselsucht sind das Auftreten von Quaddeln und/oder Schwellungen der Haut, die meist mit quälendem Juckreiz einhergehen und erst nach mehreren Stunden oder Tagen wieder verschwinden. In vielen Fällen bleibt trotz eingehender Untersuchung die Frage nach möglichen Auslösern oder Ursachen ungeklärt, so dass Patienten mit Urtikaria oft jahrelang auf die Einnahme von Medikamenten, wie zum Beispiel Antihistaminika oder Kortison angewiesen sind.

Die Hautklinik der Universität Mainz hat sich seit Jahren durch Etablierung einer großen Urtikaria-Sprechstunde und einer Forschungsgruppe auf die Ursachensuche der Urtikaria spezialisiert.
In Zusammenarbeit mit der Firma Hevert wurden in einer Studie bei Patienten mit chronischer Urtikaria Vitamin B6-Spiegel untersucht. Hintergrund dieser Untersuchung war die Tatsache, dass einer von drei Nesselsucht-Patienten erniedrigte Vitamin B6-Spiegel aufwies.
Dies erklärt man dadurch, das Histamin durch das Enzym Decarboxylase abgebaut wird und dieses Enzym nur in Anwesenheit von Vitamin B6 produziert werden kann. Da Nesselsucht-Patienten vermehrt Histamin abbauen, sollte nun weiter untersucht werden, inwieweit die Schwere und Dauer der Urtikaria mit einem erniedrigten Vitamin B6-Spiegel korrelieren. Hierzu wurden die Patienten zur ihrer Symptomatik befragt und gleichzeitig der Vitamin B6-Spiegel im Blut bestimmt.
Sollte sich eine Korrelation bestätigen, ist im nächsten Schritt der Studie die Substitution mit Vitamin B6 geplant, um danach einen erneuten Beschwerdescore zu erheben, um so die klinische Wirksamkeit von Vitamin B6 bei chronischer Urtikaria nachzuweisen.